Geprüfte Hinweise zu Preisen, Nutzungsrechten, Wartung, Lifecycle und Cloud-Angeboten. Mit offiziellen Herstellerquellen und einer klaren Einordnung für Lizenzmanagement und Beschaffung.
TopmeldungMicrosoft
Neue Microsoft-365-Preise: Verlängerungen jetzt neu bewerten
Microsoft hat die Preise zahlreicher Microsoft-365-, Office-365-, EMS-, Windows-, Business- und Frontline-Angebote angepasst. Für Bestandskunden greift die neue Preisbasis grundsätzlich mit der nächsten Verlängerung nach dem 1. Juli 2026.
Commercial, Government und Non-Profit betroffen
Paketerweiterungen werden schrittweise ausgerollt
Bestehende Vertragslaufzeiten und Renewal-Termine bleiben entscheidend
SAM-PRO-Einordnung
Vor einer Verlängerung sollten Mengen, Editionen, Teams-Varianten, Laufzeiten und mögliche Alternativen erneut wirtschaftlich bewertet werden.
Lizenzrelevante Meldungen der wichtigsten Hersteller
Jede Meldung wurde anhand mehrerer offizieller Herstellerseiten geprüft. Vertragsunterlagen und aktuelle Produktbestimmungen bleiben für die konkrete Bewertung maßgeblich.
SAP
Wartung & Verträge
SAP ändert Regeln für Maintenance und Support
Neue globale Zusagen sollen die Wiederaufnahme von Support, die Aufteilung von Landschaften und die Reduzierung ungenutzter Lizenzen flexibler machen. Unter anderem entfallen Reinstatement Fees; Back-Maintenance-Zahlungen werden begrenzt.
SAM-PRO-Einordnung
Bestehende SAP-Verträge, ungenutzte Lizenzen und die Struktur der Commercial Installations sollten auf neue Handlungsoptionen geprüft werden.
Microsoft 365 E7 bündelt Microsoft 365 E5, Copilot, Agent 365 und zusätzliche Funktionen aus Entra, Defender, Intune und Purview. Agent 365 wird auch als eigenständige Lizenz angeboten.
SAM-PRO-Einordnung
E7 ist nicht automatisch für jede KI-Nutzung erforderlich. Maßgeblich sind Agent-Nutzung, Governance, Schutzbedarf und bestehende Lizenzen.
Office LTSC 2021 erreicht am 13. Oktober 2026 das Supportende. Danach stellt Microsoft keine Sicherheitsupdates, Fehlerkorrekturen oder technische Unterstützung mehr bereit.
SAM-PRO-Einordnung
Installationen, Plattformen und Nutzungsanforderungen sollten frühzeitig erfasst werden. Als Zielbilder kommen Microsoft 365 Apps oder Office LTSC 2024 infrage.
Oracle JDK 21: Lizenzwechsel nach September 2026 einplanen
Oracle weist darauf hin, dass Updates für Oracle JDK 21 nach September 2026 voraussichtlich unter der Java-SE-OTN-Lizenz angeboten werden. Wer permissive Nutzungsbedingungen benötigt, soll auf Oracle JDK 25 oder neuer wechseln.
SAM-PRO-Einordnung
Java-Versionen, Bezugsquellen, Updatekanäle und kommerzielle Nutzung müssen inventarisiert werden. Die Java SE Universal Subscription wird weiterhin nach der Employee-Metrik lizenziert.
VCF 9: Lizenzverwaltung wird zentral und subscription-basiert
Bei VMware Cloud Foundation und VMware vSphere Foundation 9 werden die bisherigen 25-stelligen Produktschlüssel durch laufzeitgebundene Subscriptions und eine zentrale Lizenzdatei in VCF Operations ersetzt. Die Kapazität wird insbesondere nach Cores und bei vSAN nach TiB verwaltet.
SAM-PRO-Einordnung
Vor Einführung oder Upgrade sollten Vertragsbestand, Core- und vSAN-Kapazitäten, VCF-Operations-Instanzen sowie verbundene oder getrennte Betriebsmodelle dokumentiert werden. Auch die regelmäßige Übermittlung beziehungsweise Bereitstellung der Verbrauchsdaten gehört in den Prozess.
IBM: Sub-Capacity-Nachweise und Supportstatus prüfen
IBM macht Sub-Capacity- und Container-Lizenzierung weiterhin von definierten Virtualisierungs- und Dokumentationsanforderungen abhängig. Parallel weist IBM für zahlreiche Produkte Supportübergänge im ersten Halbjahr 2026 aus.
SAM-PRO-Einordnung
ILMT beziehungsweise zugelassene Werkzeuge, vollständige Reports, Berechtigungen und Produkt-Lifecycle sollten gemeinsam kontrolliert werden. Fehlende Voraussetzungen können zur Full-Capacity-Bewertung führen.
Adobe Creative Cloud: Planstufen und KI-Leistungen abgleichen
Adobe unterscheidet Teams- und Enterprise-Angebote zunehmend nach generativen Credits, Premium-KI-Funktionen, Governance, Stock-Rechten und Haftungsumfang. Named-User-Lizenzen bleiben im VIP Marketplace der Regelfall.
SAM-PRO-Einordnung
Vor dem Renewal sollten tatsächlich benötigte Apps, KI-Nutzung, Firefly-Credits, Stock-Rechte und die passende Teams- oder Enterprise-Stufe geprüft werden.
Windows 10 22H2: ESU bleibt eine befristete und kostenpflichtige Brücke
Der reguläre, kostenlose Support für Windows 10 Version 22H2 endete am 14. Oktober 2025. Die Geräte funktionieren weiter, erhalten außerhalb von ESU aber weder reguläre Sicherheits- und Qualitätsupdates noch neue Funktionen oder allgemeinen technischen Support. Das kommerzielle ESU-Programm stellt ausschließlich kritische und wichtige Sicherheitsupdates bereit.
Für Unternehmen nennt Microsoft öffentlich 61 US-Dollar pro Gerät im ersten ESU-Jahr. Der Preis verdoppelt sich in jedem Folgejahr; regionale und vertragliche Beschaffungspreise sind separat zu prüfen.
ESU wird jährlich erworben und ist kumulativ: Bei einem Einstieg im zweiten Jahr muss auch das erste Jahr bezahlt werden.
Berechtigte kommerzielle und Bildungssysteme können ESU maximal drei Jahre nutzen: bis 13. Oktober 2026, 12. Oktober 2027 und 10. Oktober 2028.
Windows-10-VMs in Windows 365, Azure Virtual Desktop, Azure Virtual Machines und Azure Dedicated Host erhalten ESU laut Microsoft ohne zusätzliche ESU-Kosten.
Das separate Consumer-ESU wird von Microsoft aktuell bis 12. Oktober 2027 beschrieben, ist aber nicht für kommerziell verwaltete Geräte vorgesehen.
Auswirkungen für Kunden
Verbleibende Windows-10-Geräte erzeugen ein wachsendes Sicherheits-, Budget- und Nachweisrisiko. Ein später ESU-Einstieg spart keine Vorjahreskosten. Ohne ESU fehlen nach dem Supportende relevante Sicherheitsupdates; mit ESU bleiben Funktionsentwicklung und allgemeiner Support trotzdem ausgeschlossen. Gerätebestand, Edition, Version, Aktivierung und Patchstatus müssen deshalb belastbar dokumentiert werden.
SAM-PRO-Empfehlung
Windows-10-Geräte jetzt in vier Gruppen einteilen: direkt auf Windows 11 migrieren, technisch aufrüsten, ersetzen oder nur für begründete Ausnahmen zeitlich befristet mit ESU absichern. Für jede Ausnahme sollten Verantwortlicher, Laufzeit, ESU-Nachweis und verbindlicher Ablösetermin dokumentiert werden. Windows 365, Azure Virtual Desktop und vorhandene VDA-Rechte sind als Alternativen mitzuprüfen. Spätestens vor dem Ende des dritten kommerziellen ESU-Jahres im Oktober 2028 muss ein belastbarer Exit abgeschlossen sein.
SAM-PRO-Einordnung
ESU ist kein Zielbetrieb und kein Ersatz für eine Windows-11-Strategie. Es schafft ausschließlich zusätzliche Zeit für eine kontrollierte Migration und sollte deshalb nur für dokumentierte Ausnahmen eingesetzt werden.
Einige Veranstaltungsfunktionen, die zuvor Teams Premium erforderten, sind seit April 2026 in Teams Enterprise enthalten. Teams Premium bleibt für weitergehenden Schutz, Branding, Intelligence und Kommunikationsfunktionen relevant.
SAM-PRO-Einordnung
Teams-Premium-Zuweisungen und Event-Anforderungen sollten auf Doppelabdeckung und tatsächlich benötigte Zusatzfunktionen geprüft werden.
Work IQ APIs werden über Copilot Credits abgerechnet
Für Work IQ APIs gibt es keine separate Nutzerlizenz. Die Nutzung wird verbrauchsabhängig über Copilot Credits abgerechnet; Kosten entstehen insbesondere bei eigenen oder fremden Agenten mit Zugriff auf Microsoft-365-Daten.
SAM-PRO-Einordnung
Neben Berechtigungen und Datenschutz sind Verbrauchsgrenzen, Kostenstellen, Monitoring und Verantwortlichkeiten für Agenten festzulegen.